Frau trinkt auf einer Wiese Wasser aus einer Flasche
  • Gesundheit

Wieviel zu trinken gehört in den Wanderrucksack?

Wanderer bewegen sich und verlieren dabei wie alle Sportler durch Schwitzen Flüssigkeit und Mineralstoffe. Diesen Verlust auszugleichen, ist wichtig für das Wohlbefinden, vor allem, wenn man unterwegs ist. Allerdings kann das Gewicht beim Wandern durchaus zur Last werden. Was also tun?
Ein bis zwei Liter Wasser als Minimum

Je nachdem, wie lange Sie wandern und ob es unterwegs möglich ist, die Trinkvorräte aufzufüllen, gehören bei einer Halbtagestour circa ein Liter Wasser und bei einer Ganztagestour bis zu zwei Liter an Getränken in den Rucksack. Damit dieser sich leichter trägt, verteilen routinierte Wanderer die Wassermenge entweder in mehrere kleine Flaschen, die sich besser im Rucksack verteilen lassen oder nutzen eine sogenannte Trinkblase aus Plastik, die nahe am Rücken mittig im Rucksack platziert wird.

Sonne, Steigungen, starkes Schwitzen

Besonders im Sommer und bei anstrengenden Touren ist es wichtig, ausreichend zu trinken und lieber einen Liter mehr als zu wenig Flüssigkeit einzupacken. Denn wer zu wenig trinkt, ist weniger leistungsfähig, verliert an Konzentration und leidet schneller unter Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen oder Schwindel. Im schlimmsten Fall droht ein Kreislaufkollaps, was bei einer Wanderung wegen der Sturzgefahr und ihrer Folgen gefährlich sein kann. Wie gut also, dass uns der Körper Signale sendet, wenn es an der Zeit ist zu trinken, zum Beispiel durch Durstgefühl oder trockene Mundschleimhäute. Doch soweit muss es nicht kommen.

Häufiger ein wenig trinken ist besser als einmal viel

 „Bis zum Gipfel und dann wird getrunken“ – das ist keine gute Empfehlung. Besser ist es, wenn Sie in regelmäßigen Abständen (also alle 20 bis 30 Minuten) Trinkpausen einlegen und einige Schlucke trinken. Besonders wichtig ist das, wenn Sie mit Kindern oder älteren Menschen unterwegs sind, deren Durstgefühl schwächer ausgeprägt ist. Ein weiterer Vorteil: Der Körper kann kleinere Mengen Flüssigkeit besser verarbeiten und scheidet sie nicht gleich wieder über den Urin aus.

Immer nur Wasser?

Stilles Mineralwasser ist für Wanderungen ideal, vor allem im Sommer, wenn die Getränke in den Flaschen schnell warm werden und der Geschmack sich verändert. Mineralwasser gleicht nicht nur den Flüssigkeitshaushalt aus, sondern führt dem Körper zusätzlich wichtige Mineralstoffe zu, die beim Schwitzen ausgeschieden werden. Als Alternativen bieten sich Apfelschorlen an, die ebenfalls reich an Mineralstoffen sind. Eine gute Quelle für Flüssigkeit und Mineralstoffe sind außerdem wasserhaltiges Obst und Gemüse wie Melonen, Gurken oder Tomaten, die Sie als Proviant einpacken können.

Extratipp: Unterwegs Wasser nachfüllen

Wanderer, die gerne mit leichtem oder ohne Gepäck unterwegs sind oder wegen körperlicher Beschwerden davor zurückschrecken, viel zu tragen, können ihre Touren so planen, dass unterwegs Anlaufstellen vorhanden sind, um etwas zu trinken. Neben Hütten und Gaststätten kommen auch Quellen in Frage, die üblicherweise in Wanderkarten eingezeichnet sind. Informieren Sie sich vor dem Loslaufen jedoch, ob das Quellwasser auch Trinkwasserqualität hat.

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